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Rodgau - Alle Rechte vorbehalten - All rights reserved
Libellen gehören zu den
hemimetabolen Insekten, d. h. dass sie eine unvollständige
Metamorphose absolvieren. Dabei wird das Puppenstadium
ausgelassen, die aus dem Ei schlüpfende Larve häutet sich
mehrfach, bis aus der letzten Larvalhaut dann schließlich das
fertige Insekt (Imago) schlüpft.
Libellen gibt es schon seit mindestens 300 Millionen Jahren.
Entgegen einem weit
verbreiteten Irrglauben sind Libellen ungiftig und können auch
nicht stechen, sie sind also für den Menschen völlig harmlos.
Alle Libellenarten in Deutschland und den meisten unserer
Nachbarländern stehen unter Artenschutz. Die Gefahr geht vor
allem aus von einer ständig voranschreitenden Verschmutzung und
Trockenlegung vieler Gewässer aus, die von den Libellenlarven
als Lebensraum gebraucht werden. Die Folge: zwei Drittel der
rund 80 heimischen Arten sind gefährdet, 20 Prozent sogar vom
Aussterben bedroht!
Kleinlibellen (Zygoptera) und
Großlibellen (Anisoptera) lassen sich schon rein optisch
durch die unterschiedliche Größe unterscheiden. Bessere
Unterscheidungsmerkmale sind allerdings die Flügel.
Kleinlibellen oder
Wasserjunfern (Zygoptera):
Flügelpaare gleich groß und in der Ruhestellung über dem Körper
zusammengelegt. Ihr Flug ist im Gegensatz zu den Großlibellen
relativ langsam und scheint flatternd und unregelmäßig. Ihre
Augen liegen an der Seite des Kopfes (Hammerform), sind
knopfförmig und berühren einander oben nie. Die Kleinlibellen
(Zygoptera) werden in 2 Überfamilien (Coenagrionidea und
Calopterygoidea) und in 13 Familien eingeteilt und bestehen aus
ca. 2600 Arten.
Großlibellen (Anisoptera):
Flügelpaare ungleich groß und in Ruhestellung vom Körper
abgespreizt. Die
Facettenaugen berühren sich meistens in der Kopfmitte. Die
Großlibellen werden in 6 Familien eingeteilt
und bestehen aus ca. 2500 Arten.
Die Urlibellen (Anisozygoptera)
waren im Erdmittelalter noch sehr artenreich und weit
verbreitet, heute ist diese Unterordnung jedoch auf eine Gattung
(Epiophlebia) zusammengeschrumpft und mit je 1 Art nur noch in
Japan und im Himalajagebiet vertreten.
Systematik
Reich: Animalia (Tiere)
|----Unterreich: Metazoa (Vielzeller)
|--------Abteilung: Eumetazoa (Gewebetiere)
|------------Unterabteilung: Bilateria
(bilateralsymmetrische Tiere)
|----------------Stammgruppe: Articulata (Gliedertiere)
|--------------------Stamm: Arthropoda (Gliederfüßler)
|------------------------Unterstamm/Überklasse: Sechsfüßer (Hexapoda)
|----------------------------Klasse: Insekten (Insecta)
|--------------------------------Unterklasse:
Fluginsekten, Geflügelte und Sekundär Ungeflügelte Insekten (Pterygota)
|------------------------------------Zwischenklasse/Überordnung: Neuflügler,
Flügel auf Abdomen zusammenlegbar (Neoptera) ?
|----------------------------------------Ordnung:
Libellen (Odonata)
|--------------------------------------------Unterordnung:
Urlibellen (Anisozygoptera)
|--------------------------------------------Unterordnung:
Kleinlibellen (Zygoptera)
|------------------------------------------------Familie:
Prachtlibellen (Calopterygidae)
|------------------------------------------------Familie:
Teichjungfern/Binsenjungfern
(Lestidae)
|------------------------------------------------Familie:
Federlibellen (Platycnemididae)
|------------------------------------------------Familie:
Schlanklibellen (Coenagrionidae)
|--------------------------------------------Unterordnung:
Großlibellen (Anisoptera)
|------------------------------------------------Familie:
Edellibellen (Aeshnidae)
|------------------------------------------------Familie:
Flussjungfern (Gomphidae)
|------------------------------------------------Familie:
Segellibellen (Libellulidae)
|------------------------------------------------Familie:
Quelljungfern (Cordulegastridae)
|------------------------------------------------Familie:
Falkenlibellen (Corduliidae)
Weitere Arten folgen...




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